Turnierrückschau
Kampf um die Eresburg 2004

Pfingsten in Marsberg stand ganz im Zeichen des 2-tägigen Bogenturniers „Kampf um die Eresburg“, das in diesem Jahr erstmals ausgetragen wurde.
269 Starter aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland kamen nach Marsberg, um den neuen, prämierten Bogenparcours kennen zu lernen. Die Veranstalter, die Bogenschützen von der Eresburg e.V. und der SSV Marsberg e.V.  hatten für die Teilnehmer in Leitmar ein Lager für über 60 Zelte und viele Wohnmobile errichtet. Die Schützenhalle mit ihren sanitären Anlagen und ein Verpflegungsstand vervollständigte das hervorragende Angebot für die Camper unter den Schützen. Viele der Teilnehmer kamen auch in den umliegenden Hotels und Ferienwohnungen unter. Um die Anwohner des Parcours von dem zu erwartenden erheblichen Individualverkehr zu entlasten, wurden keine Kosten gescheut und ein Bus-Shuttle-Service eingerichtet.

Der „Kampf um die Eresburg“ bestand am ersten Tag aus einem Jagdturnier mit ca. 30 Tieren und am Sonntag aus einem „Mittelalterturnier“ mit vielen mittelalterlichen Szenen und entsprechenden Zielen.

Bei phantastischem Wetter verlief der erste Turniertag für Schützen und Veranstalter ohne Probleme. Bereits während des Turniers kam es immer wieder zu spontanen, begeisterten Äußerungen der Schützen über die hervorragende Organisation und den großartigen, einmaligen Bogenparcours. Besonders gelobt wurde immer wieder die Kulisse um die Palisadenburg und das unvergleichlich abwechslungsreiche Gelände.

Ein weiterer Höhepunkt, nach der Jagdrunde, war am Pfingstsamstag das  Robin-Hood-Schießen, bei dem es in einem Ausscheidungswettbewerb um Sachpreise im Werte von fast 1000 Euro ging. Das Robin-Hood Schiessen und damit den Hauptpreis, einen Odin Bogen, gewann Armin Meier-Kühn aus Bielefeld. Als Preise für die anderen Gewinner waren Glas-Trinkhörner mit dem Wappen der Bogenschützen von der Eresburg und Anhänger mit einer Steinpfeilspitze extra angefertigt worden.

Von allen mit viel Neugier erwartet, beschloss am Samstag abend ein mittelalterliches Gelage den ersten Turniertag. Um die Palisadenburg herum, die mit Fackeln und Feuerkörben und mit einer mit Steingut festlich gedeckten Tafel für 150 Personen mittelalterlich dekoriert war, entstand ein unvergleichlich festliches Ambiente, das durch die traditionell gewandeten Gäste und die mittelalterliche Musik noch unterstützt wurde. An über 30 Tischen wurde aufgefahren, was die örtliche Gastronomie zu bieten hatte. Jeder Gast konnte essen und trinken, soviel er wollte. Unterbrochen wurde das Gelage durch eine kurze Ansprache zur Geschichte Obermarsbergs, der Eresburg, und der Iminsul, die von allen interessiert und aufmerksam verfolgt wurde. Viele zeigten sich später überrascht und beeindruckt von der Bedeutung dieser historischen Stätte. Ein Schießen mit der mittelalterlichen Ballista, einer bis ins Detail nachgebauten Speerschleudermaschine, bildete den beeindruckenden Abschluss des für die Gäste unvergleichlichen ersten Turniertages.

Kaum zu erwarten war, das dieser Tag am Sonntag noch übertroffen werden könnte. Doch die Mittelalterrunde mit ihren aufwendigen, mittelalterlichen Zieldarstellungen und das abschließende, gleichzeitige Beschießen der Palisadenburg durch über 130 Bogenschützen ließ erneut große Begeisterung aufkommen. Spontan meldeten sich viele Teilnehmer gleich wieder für das nächste Turnier an.

Bereits am Tag nach Pfingsten erreichten den Ausrichter eine große Zahl von Faxen und Emails von Schützen, die sich für ein unvergleichliches Wochenende bedankten. In viel besuchten Foren im Internet sind Stellungnahmen wie „bestes Turnier“, bestes Gelände, beste Organisation, absolut einmalig, usw. zu lesen.

Ohne die großartige, uneigennützige Einsatzbereitschaft des Mitglieder der Bogenschützen von der Eresburg, deren Zahl sich seit der Gründung vor einem Jahr verzehnfacht hat, wäre ein solches Ereignis sicher nicht durchzuführen gewesen. Dank gilt auch den Anliegern, die für diese Veranstaltung zusätzliches Gelände zur Verfügung stellten, der Fa. Holz-Tusche, die das Material für die historische Speerschleuder stiftete, der Stadt und der Feuerwehr, die mit Ausrüstung aushelfen konnte und vielen anderen Helfern.

Marsberg hat, nicht erst seit Pfingsten, mit dem Bogenparcours und seinen aktiven Betreibern,  ein neues sportliches und touristisches Highlight, das sich mit allem messen kann, was in der Umgebung bisher vorhanden ist. Besuche, Übernachtungszahlen und Ankündigungen belegen dies eindrucksvoll. Im Internet (u.a. Fletchers-Corner) kann man es mehrfach nachlesen: Marsberg ist eine Reise wert! Und da die Fachpresse in voller Belegschaft beim Turnier dabei war, muss es den Marsbergern auch in Zukunft um ihren Titel - Schönster Bogenparcours Deutschlands - nicht bange sein. (wm)

Ergebnisse


Mittelalterliches Gelage

Home
Titelseite
Mittelalterrunde
Turnierbilder 2
Turnierbilder 3